Die drei Bogengänge eines Labyrinths stehen nahezu senkrecht aufeinander. Genau deshalb lässt sich mit den drei Prüfebenen lateral, LARP und RALP jeder einzelne Kanal getrennt reizen. Auf einer Zeichnung ist diese räumliche Anordnung schwer zu erfassen – am Modell wird sie unmittelbar sichtbar.
Ziehen zum Drehen · Scrollen zum Zoomen · Zwei Finger zum Verschieben. Ohne Interaktion dreht sich das Modell von selbst.
Worauf Sie achten sollten
- Die drei Bogengänge sind farblich voneinander abgesetzt, Vorhof und Cochlea knochenfarben. Die Farben dienen allein der Unterscheidung und haben keine anatomische Bedeutung.
- Die drei Bogengänge stehen paarweise fast im rechten Winkel zueinander – im Modell messbar zwischen etwa 71° und 83°.
- Zwei der Kanäle münden gemeinsam über den Crus commune in den Vorhof; das ist die auffällige Y-Verzweigung am Modell.
- Jeder Kanal endet in einer Auftreibung, der Ampulle. Dort sitzt die Cupula mit den Sinneszellen, die die Endolymphströmung registriert.
- Die große spiralige Struktur ist die Cochlea. Sie gehört zum Hörorgan und spielt beim Kopfimpulstest keine Rolle.
- Das Gegenstück auf der anderen Kopfseite ist spiegelbildlich aufgebaut. Aus dieser Spiegelbildlichkeit ergibt sich das Push-Pull-Prinzip: Was auf der einen Seite erregt wird, wird auf der anderen im selben Moment gehemmt.
Das Modell dient der räumlichen Orientierung. Die einzelnen Kanäle sind farblich unterschieden, aber bewusst nicht beschriftet, und es ist nicht als linkes oder rechtes Labyrinth gekennzeichnet – für die Zuordnung der Prüfebenen gilt allein die Darstellung in Kapitel 1.
Diese Schulung ersetzt nicht die Gebrauchsanweisung. Es gilt stets die aktuelle Gebrauchsanweisung; sie ist online unter hno.services im Bereich Wissensdatenbank abrufbar.
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